Schaltjahr
Ist 2026 ein Schaltjahr?
Nein. 2026 hat 365 Tage, der Februar endet am 28. Das letzte Schaltjahr war 2024, das nächste ist 2028: Dann fällt der 29. Februar auf einen Dienstag.
Die Regel: durch 4, aber nicht durch 100, außer durch 400
Ein Jahr ist ein Schaltjahr, wenn sich die Jahreszahl durch 4 teilen lässt. Volle Jahrhunderte sind ausgenommen, es sei denn, sie sind auch durch 400 teilbar. Deshalb war 2000 ein Schaltjahr, 1900 dagegen nicht, und 2100 wird keines. Zwischen 2096 und 2104 liegen damit acht Jahre ohne 29. Februar, das gab es zuletzt zwischen 1896 und 1904.
| Schaltjahr | 29. Februar |
|---|---|
| 2028 | Dienstag |
| 2032 | Sonntag |
| 2036 | Freitag |
| 2040 | Mittwoch |
| 2044 | Montag |
| 2048 | Samstag |
| 2052 | Donnerstag |
| 2056 | Dienstag |
| 2060 | Sonntag |
| 2064 | Freitag |
| 2068 | Mittwoch |
| 2072 | Montag |
| 2076 | Samstag |
| 2080 | Donnerstag |
| 2084 | Dienstag |
| 2088 | Sonntag |
| 2092 | Freitag |
| 2096 | Mittwoch |
| 2100 | kein Schaltjahr |
Warum es den 29. Februar gibt
Von einem Frühlingsbeginn zum nächsten braucht die Erde 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden, rechnet timeanddate.de vor. Ein Kalender mit immer 365 Tagen wäre nach 100 Jahren um gut 24 Tage verrutscht, der Frühlingsbeginn läge dann im April.
Der julianische Kalender aus der Zeit Julius Caesars schob deshalb alle vier Jahre einen Tag ein. Das ist etwas zu viel, rund 11 Minuten pro Jahr. Bis ins 16. Jahrhundert hatte sich der Fehler auf zehn Tage summiert. Papst Gregor XIII. ließ sie 1582 streichen und führte die Ausnahme für volle Jahrhunderte ein. Sein Kalender kommt im Schnitt auf 365,2425 Tage und liegt erst nach rund 3.236 Jahren um einen Tag daneben.
1583 fielen in Österreich zehn Tage weg
Die österreichischen Länder stellten ein Jahr nach Rom um, und zwar nicht alle am selben Tag. Salzburg, damals ein eigenes Fürsterzbistum, machte im Februar 1583 den Anfang: Auf den 10. folgte der 21. Februar. In Tirol kam auf den 4. der 15. Oktober, in Nieder- und Oberösterreich auf den 20. der 31. Oktober. Die Steiermark sprang vom 11. auf den 22. Dezember, Kärnten vom 14. auf den 25. Dezember. Die Daten nennt Dirk Steinmetz in Die Gregorianische Kalenderreform von 1582 (2011). Wie die Umstellung in Niederösterreich durchgesetzt wurde, beschreibt Rona Johnston Gordon im Austrian History Yearbook (2009).
Fristen, die am 29. Februar beginnen
Was passiert mit einer Frist, deren Endtag es im Zieljahr nicht gibt? Das ABGB regelt es in § 902 Abs. 2: Eine nach Wochen, Monaten oder Jahren bestimmte Frist endet an dem Tag, der dem Anfangstag nach Zahl oder Namen entspricht. Fehlt dieser Tag im letzten Monat, endet sie am letzten Tag dieses Monats.
Eine Jahresfrist ab dem 29. Februar 2028 läuft damit am 28. Februar 2029 ab. Umgekehrt gewinnt der Februar im Schaltjahr: Eine Monatsfrist ab dem 31. Jänner 2028 endet am 29. Februar 2028, ein Jahr davor noch am 28. Februar. Das gilt, solange Vertrag oder Gesetz nichts anderes festlegen.
Arbeitstage im Februar 2028
Der 29. Februar 2028 ist ein Dienstag. Der Februar hat damit 21 Arbeitstage von Montag bis Freitag, im Februar 2027 sind es 20. Ein fixes Monatsgehalt steigt dadurch nicht, der zusätzliche Tag ist im selben Betrag enthalten. Wer nach Stunden bezahlt wird, bekommt die Stunden am 29. Februar wie an jedem anderen Arbeitstag bezahlt.